Wie du mehr du selbst sein kannst

Es ist eine grundsätzlich menschliche Erfahrung. Wir möchten uns so oder so verhalten, wollen dieses oder jenes so oder so erleben und fühlen, stellen uns vor, so oder so wären wir glücklich und sind es dann doch nicht. Wir sind kurz gesagt oftmals nicht die, die wir sein wollen. Sondern anders. Vielleicht kennst du diese Erfahrung und hast sie auf die ein oder andere Art bereits gemacht.

In meinen Beratungen und Coachings mit Einzelpersonen, Paaren und Familien geht es häufig auch darum, dass Menschen lernen wollen, sie selbst zu sein. „Werde, der du bist“ ist bereits ein Zitat des antiken griechischen Dichters Pindar, der zur Selbsterkenntnis aufruft, sein wahres inneres Wesen durch Lernen und Erfahrung zu entfalten. Hier treffen für mich philosophische, psychologische, sowie bindungsbasierte und traumasensible Aspekte zusammen.

Wie kannst du es also erreichen, zu werden der du bist? Zunächst kann es dir helfen, verschiedene Ebenen von dir selbst, deinem Erleben und Handeln zu unterscheiden:
1. Surface/ Oberfläche – deine aktuelle Lebenssituation und wie du sie bewältigst.
2. Center/ Mittlere Ebene – deine Ressourcen, Fähigkeiten, Strategien und Muster, die dir helfen, immer wieder neu Ziele zu finden, dein Leben zu gestalten und auch Herausforderungen und Schwierigkeiten zu bewältigen.
3. Source/ Basis – deine biographischen Erfahrungen, vor allem der (frühen) Kindheit, welche deine Bindungsmuster und Muster emotionaler Regulation begründen.

In der Erfahrung, dass wir nicht die sind, die wir sein wollen, bewegen wir uns meist auf der ersten Ebene.. Wir setzen uns Ziele und verfehlen sie. Wir behaupten Werte und handeln entgegen. Wir wollen in Beziehung sein und werden missverstanden. Wir möchten eine Gewohnheit verändern und schaffen es nicht. Auf der ersten Ebene erscheinen diese Schwierigkeiten als Problem, das wir beseitigen wollen.

Unsere Kompetenzen, solche als Probleme erkannten Schwierigkeiten, Muster, Vorstellungen und Glaubenssätze zu bewältigen oder zu verändern befinden sich meist auf der zweiten Ebene. Oftmals sind uns diese Strategien der Bewältigung nicht bewusst und dennoch funktionieren sie. Manchmal erscheinen die Schwierigkeiten zu groß oder du hast das Gefühl, nicht kompetent genug zu sein. Dann kann eine Beratung oder ein Coaching dir helfen, Lösungskompetenzen zu erweitern. Du schaust dabei bewusst auf deine Fähigkeiten und Ressourcen, aus Schwierigkeiten werden Übungsmöglichkeiten.

Es kommt vor, dass es dir trotz vieler Übungsmöglichkeiten nicht gelingt, deine Schwierigkeiten über erweiterte Lösungskompetenzen zu bewältigen. Du hängst bildlich gesprochen in deinen Mustern fest, sie bleiben selbst Problem und werden nicht zur Lösung. Dann kann ein Blick auf Ebene drei hilfreich sein. In der Regel sind uns diese Aspekte unserer Selbst nicht oder nur wenig bewusst. Wo und wann und aus welchem (guten) Grund haben sich deine Bindungsmuster und Muster emotionaler Regulation entwickelt? Kannst du lernen, dich in Akzeptanz und mit Wohlwollen diesen eigenen inneren Anteilen zuwenden?

Auf welcher Ebene du auch immer bewusst dich neuen Erfahrungen stellen magst, du wirst in jedem Fall lernen, mehr du selbst zu sein. In Wahrheit warst und bist du es immer. Auch mit deinen Verletzungen und deinen Schwächen und deinen Ängsten. Du bist ein wundervoller Mensch.

Du hast nun Interesse und Lust mehr zu erfahren, welche Möglichkeiten du in einer Beratung oder einem Coaching hast? Gerne informiere ich dich in einem Kennenlerntermin online oder frage ein Erstgespräch an.

Mit Achtsamkeit zu mehr guten Gesprächen finden

Ihr möchtet weniger Streit und Konflikte und wieder mehr gute Gespräche haben? Auch konflikthafte Themen mit einem guten Gefühl von Verbundenheit besprechen? Vielleicht erscheint es euch derzeit fast unmöglich oder zu schön um wahr zu sein: Es ist möglich!

In vielen Beratungen habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass Schwierigkeiten in der Kommunikation von Paaren gemeinsam überwunden werden können. Eine Möglichkeit dahin zu gelangen, ist eine regelmässige Praxis von Achtsamkeit in der Paarbeziehung. Wie genau kann dies aussehen?

Schritt eins: Bewusstsein. Werdet euch eurer Bedürfnisse, Erwartungen und Motive in der Paarbeziehung bewusst und teilt dieses Wissen miteinander. Viel zu oft folgen wir unbewussten biographisch erworbenen Mustern in Beziehungen. Sich bewusst darüber zu werden, wie wir uns aufgrund dieser Muster in Beziehungen verhalten, kann sehr hilfreich sein. Wenn wir dieses Wissen teilen, können wir verstanden werden.

Schritt 2: Akzeptanz. Ihr seid die Menschen, die ihr seid, mit den Beziehungsmustern, die ihr biographisch erworben habt. Nicht super perfekt, nicht abgrundtief schlecht. Eher so mittelgut. Das ist in Ordnung. Manchmal sagen oder tun wir etwas ganz Großartiges. Manchmal auch etwas möglicherweise sehr Schlechtes oder Verletzendes. Wenn wir uns akzeptieren, wie wir sind, können wir uns ohne Angst zeigen und von anderen akzeptiert werden.

Schritt drei: Wohlwollen. Wenn ihr Bewusstsein vergrößert und Akzeptanz übt für das, was ihr seid, dann dürft ihr mit Wohlwollen auf euch und eure Möglichkeiten schauen. Wohlwollen bedeutet, dass ihr immer davon ausgeht, dass ihr selbst und auch andere im Grunde immer etwas Gutes wollen. Dann entsteht Raum für Verzeihen und Veränderung.

Ihr habt nun Lust darauf, mehr zu erfahren und diese Schritte auszuprobieren? Nur zu! Gerne informiere ich euch mehr dazu in einem persönlichen Erstkontakt oder Kennenlerngespräch.

Wie sich ein Trauma auf deine aktuelle Paarbeziehung auswirken kann

In vielen konflikthaften Paarbeziehungen sind belastende Erfahrungen der Partner in der Kindheit oder seelische Traumata eines Partners oder gar beider, Auslöser für immer wieder neue Schwierigkeiten und Krisen. Vielleicht ist es bei dir oder euch auch so, ihr kommt aus im Grunde geringem Anlass in starke oder sogar eskalierende Konflikte.

Die erlittenen seelischen Verletzungen können dafür verantwortlich sein, dass im aktuellen Beziehungsgeschehen in euch bestimmte Gefühle und Verhaltensweisen ausgelöst werden. Diese Traumafolgen sind meist unbewusst und können daher nicht von euch kontrolliert werden.

Dies betrifft zunächst einmal deine Wahrnehmung. Du fühlst dich überwältigt von negativen Gefühlen. du bewertest Verhalten und Worte deines Partners/ deiner Partnerin deshalb oft als Abwertung, Vorwurf oder sogar als Angriff und Gefahr. Du fühlst dich dann unverstanden und allein gelassen in der Paarbeziehung, abgelehnt und zurück gewiesen, nicht gesehen in deinen Bedürfnissen und Schwierigkeiten.

Nicht selten haben du und dein:e Partner:in jeweils ähnliche Gefühle, ihr könnt darüber aber nicht mehr in Ruhe sprechen. Wahrscheinlich machst du deine Partnerin/ deinen Partner sogar dafür verantwortlich oder du wirst verantwortlich gemacht. Ein Zirkel von Vorwürfen entsteht.

Und damit betreffen traumatische Belastungen zusätzlich dein und euer Verhalten. Statt auf die momentanen Konfliktpunkte reagiert euer Nervensystem autonom und ohne bewusste Überlegung mit eurem jeweiligen persönlichen Bewältigungsmuster. Du wirst zum Beispiel laut, aggressiv, einseitig, angreifend oder auch stumm, unterwürfig, versuchst auch unangenehme Erwartungen zu erfüllen, bist abwehrend.

Und um das Desaster komplett zu machen, führen eure jeweiligen Bewältigungsmuster wechselseitig in einen selbst verstärkenden Zirkel von Reaktion und Reaktion. Ein Muster ohne Ausgang für euch entsteht.

Dir kommt das bekannt vor und du fühlst manchmal ähnlich? Dann kann eine traumsensible Paartherapie dir und deinem:r Partner:in helfen, dass ihr für euch einen guten Umgang damit findet und euch langfristig besser fühlt. Gerne berate ich dich oder euch dazu in einem Erstgespräch oder vereinbare einfach ein kostenfreies Kennenlerngespräch mit mir.

Warum du deine Stärken nicht fühlen kannst

Es ist ein häufiges Thema in der Beratung von Menschen mit belasteter Biographie in der Paarberatung oder Einzelberatung. In einer an Ressourcen orientierten Beratung finden wir immer auch Fähigkeiten und Stärken, welche auch im Alltag genutzt werden. Um sich zu schützen oder emotionale Sicherheit zu gewinnen. Allein: es fehlt oft das Gefühl, es gut gemacht zu haben, erfolgreich und selbstwirksam gewesen zu sein. Eher stellen sich schlechte Gefühle oder Gedanken ein: nicht genug gemacht zu haben oder zu sein, nicht wert zu sein, verlassen oder ungesehen.

Wenn es dir so geht, dann kennst du vielleicht auch, dass es sich gar nicht wie eine Stärke oder eine ressourcenvolle Eigenschaft von dir anfühlt. Möglicherweise eher wie eine Not. Du kannst gut mit dir allein sein, jedoch fühlst du dich trotzdem verlassen. Du übernimmst gerne Aufgaben für andere und fühlst dich dennoch nicht gesehen. Du kannst dich bis an deine Grenzen für ein Ziel einsetzen und es ist doch niemals gut genug.

Das kann daran liegen, dass deine biographisch erlernte Fähigkeit damals aus einer Not heraus entstanden ist. Starke Belastungen oder Traumata bringen immer auch Strategien und Muster hervor, welche die betroffene Person geschützt und ihr (Über-)Leben gesichert haben. Diese Muster sind meist sehr stabil und zumeist auch unbewusst. Zudem ist ihre Aktivierung an die damals erlebte Not emotional gekoppelt.

Wenn du also für dich alleine etwas Gutes tust, fühlst du vielleicht eher dein Gefühl von damals. Ich bin allein, niemand schaut nach mir, ich muss es alleine schaffen. Wenn du für andere da bist, versorgst und Aufgaben übernimmst, fühlst du möglicherweise ein Gefühl aus deiner Vergangenheit, ich werde nicht gesehen. Oder du arbeitest jeden Tag daran, erfolgreich zu sein und es fühlt sich für dich so an, dass du jeden Tag scheiterst, weil du deinen Bezugspersonen in der Kindheit niemals gut genug warst.

Was du nun tun darfst, ist, dir diesen Zusammenhang zwischen deinen Stärken und möglicherweise belastenden Gefühlen bewusst zu machen. Dann kann es gelingen, deine ressourcenvollen Fähigkeiten und Eigenschaften von sich unbewusst einstellenden negativen Gefühlen zu entkoppeln. Das ist ein eher langsamer und zeitintensiver Prozess. Jedoch einer der sich lohnt. Gerne beantworte ich dir oder auch euch Fragen dazu in einem Kennenlerngespräch oder in einem Erstgespräch.

Wie ihr wieder mehr emotionale Nähe und Verbundenheit in eure Beziehung bringt

Es begegnet mir häufig in der Praxis. Paare erzählen mir, dass sie schon einige Jahre zusammen leben, vielleicht haben sie auch Kinder, sind ein gutes Team, der Alltag gelingt soweit. Doch etwas fehlt und es kommt immer öfter zu stillen oder auch lauten Konflikten.

Das was fehlt wird oft als emotionale Nähe oder Verbundenheit beschrieben. Es besteht eine große Sehnsucht danach, emotional gehalten und verstanden zu werden, wahrgenommen zu werden, geliebt und wertgeschätzt so, wie ich bin.

Es klingt vielleicht auf den ersten Blick widersprüchlich, doch was euch vielleicht fehlt, sind ehrliche und aufrichtige Konflikte. Ihr habt gelernt, euch „zu verstehen“, reagiert „blind“ auf die nicht sprachlichen Signale der Partnerin/ des Partners. So werden konkurrierende Bedürfnisse und Wünsche verschoben. In eine unbestimmte Zukunft oder auch in eine (manchmal geheime) Parallelwelt.

Denn ihr habt gelernt, in der Kindheit und in vielfachen romantischen Variationen: eine „gute“ Beziehung ist harmonisch und voller glücklicher und leichter Erfahrungen. Und dabei verliert ihr das, um das es euch geht: emotionale Verbundenheit und wirkliche Nähe.

Wenn ihr euch hingegen in euren Bedürfnissen und Wünschen achtsam einander zeigt, entsteht ein gemeinsamer Raum, in dem Nähe und Begegnung möglich ist. Beginnt damit, euch wechselseitig wirklich zu sehen. Die Wahrnehmung und Anerkennung des Bedürfnisses der Partnerin/ des Partners ist ein tief verwurzelter menschlicher Wunsch.

Beginne also damit, die Bedürfnisse deiner Partnerin/ deines Partners wahrzunehmen. Du bist nicht dazu da, sie zu erfüllen. Das ist dein eigener innerer Konflikt. Lasse den Wunsch danach los und du kannst Nähe zulassen.

Du möchtest mehr darüber erfahren? Ihr habt vielleicht Lust dies gemeinsam auszuprobieren? Gerne informiere ich euch dazu in einem Erstgespräch oder einem Kennenlerntermin. Ich freue mich auf eure Fragen!

Wie ihr euch wieder neu ineinander verlieben könnt

Es ist ein Thema für alle Paare, die eine längere Zeit bereits gemeinsam einander begleiten. Vielleicht auch für dich, wenn du den Titel dieses Artikels ausgewählt hast. Wie können wir unsere Liebe und unser Begehren über die Jahre und die Herausforderungen des Alltags hinweg erhalten?

Zunächst ist doch alles wundervoll. Ihr seid verliebt. Alles an der geliebten Person scheint perfekt. Eure Wünsche und Bedürfnisse werden euch von den Augen abgelesen, eure Äußerungen der Liebe werden begeistert angenommen. Dann nach einiger Zeit ist es, als lerntet ihr eine ganz andere Person kennen. Unterschiedlichkeiten und Konflikte tauchen auf. Wie kann das passieren?

Sind wir verliebt, kreisen unsere Gefühle und Gedanken viel zu sehr um die eigenen Bedürfnisse, als dass wir die geliebte Person wirklich wahrnehmen können. Du hast etwas, das ich begehre, das mich glücklich macht. Ich will es für immer haben! Ich habe etwas, das du gerne von mir nimmst und du möchtest immer mehr davon und ich fühle mich so wertgeschätzt dafür. So soll es für immer sein!

Erst nach etwas Zeit miteinander lernen wir uns wirklich kennen. Dann erst wird die geliebte Person zu einem vollständigen Menschen. Mit Eigenschaften , Anteilen, Stärken und Schwächen. Und auch mit Anteilen und Eigenschaften, die wir nicht mögen oder die uns sogar zu bedrohen scheinen. Und auch wir selbst bieten Anteile und Eigenschaften an, die nicht geliebt sondern vielleicht sogar abgelehnt werden.

Soweit der Stoff aus dem alle dramatischen oder auch romantischen Liebesgeschichten sind. Und wie kommt ihr da wieder heraus?

Die Antwort ist so einfach wie anspruchsvoll: Schließt die „ungeliebten“ Anteile und Eigenschaften nicht mehr aus eurer Liebe aus! Schließt sie in eure Herzen! Lernt zu lieben, was euch Angst macht, unsicher macht, ja, sogar, was euch verletzt. Seid sicher, dass ihr euch nicht zufällig begegnet seid. Sondern um euch weiter zu entwickeln!

Ihr könnt euch neu ineinander verlieben. Denn Liebe ist vor allem auch Neugier auf die geliebte Person. Lust auf Neues, auf Unbekanntes. Du erlebst dich selbst auf neue Art und Weise, wenn du zulässt, dass du ein ganzer Mensch bist, mit allem Schönen und auch Dunklen , was menschlich ist. Und du als ein solcher geliebt wirst. Und so geht es deiner Partnerin oder deinem Partner.

Ihr habt nun Lust dazu und keine Ahnung wie das gehen soll? Wie aus Frustration und Krise Entwicklung werden darf? Dann ist vielleicht eine Paarberatung der richtige Ort für euch, dies zu erfahren. Gerne informiere ich euch in einem persönlichen Gespräch darüber. Bucht einfach einen Kennenlerntermin oder Ersttermin bei mir.

Warum du mit dir selbst freundlicher sein darfst

Hast Du dich heute bereits gefragt, wofür du diesem Tag dankbar bist oder was du vielleicht Gutes erreicht hast? Möglicherweise geht es dir wie vielen meiner Klienten und du hast es nicht getan. Statt dessen hast du vielleicht darüber nachgedacht, was den Tag über schief gegangen ist oder wo du Fehler gemacht hast. Wo du anderen Schwierigkeiten gemacht hast oder Konflikte verursacht.

Und dabei hast du dir bestimmt immer wieder vorgenommen, in deinen Beziehungen zu anderen Menschen freundlich und achtsam zu sein. Und dann ist es dir doch passiert, dass du deiner Partnerin gestresst viel zu kurz geantwortet hast oder deinen Kollegen ärgerlich abgewiesen hast oder im Verkehr über den „langsam“ Vorausfahrenden geschimpft hast oder auf andere Weise unfreundlich und unachtsam warst.

Denke doch hier und jetzt einmal darüber nach, wie freundlich und achtsam du zu dir selbst bist. Möglicherweise „vergisst“ du jeden Tag eine sehr wichtige Person in deinem Leben. Und dabei verbringst du so viel Zeit mit dir, nämlich 24/7. Wie gestresst bist du wohlmöglich allein durch deine fehlende Freundlichkeit mit dir selbst? Und wie wirkt sich dieses Gestresst sein auf deine Stimmung, dein Verhalten aus?

Angenommen, du könntest zu dir sagen: „Ich bin ein Mensch. Ich bemühe mich jeden Tag um Freundlichkeit. Ich mache es mittelgut. Und ich fange bei mir selbst an. Und meine Freundlichkeit mit mir selbst darf sich auf die Menschen in meiner Umgebung ausbreiten. Und ich bin dankbar für diese Möglichkeit.“ Was könnte sich verändern?

In meinen Coachings und Paarberatungen geht es oft auch darum, dass du lernst, zu dir selbst freundlich zu sein. Eine innere emotionale Arbeit, die sich für dich und für deine Paarbeziehung lohnt. Gerne beantworte ich dir oder auch euch Fragen dazu in einem Kennenlerngespräch oder in einem Erstgespräch.

Wie du mit Traumafolgen deines Partners/ deiner Partnerin umgehen lernst

Häufige und eskalierende Streits, starke Eifersucht oder Kontrollwünsche in der Paarbeziehung, Lügen und Unehrlichkeit, emotionales Über Grenzen Gehen, on-off Beziehungsmuster – dies sind nur einige der häufigsten Anzeichen dafür, dass Traumafolgen möglicherweise eine Rolle spielen in deiner Partnerschaft.

Vielleicht machst du solche Erfahrungen derzeit in deiner Paarbeziehung. Und vielleicht weißt du auch bereits, dass dein:e Partner:in unter den Folgen traumatischer Erfahrungen leidet.

Du liebst deine:n Partner:in und möchtest die Beziehung aufrecht erhalten und suchst nach Möglichkeiten, wie du mit den vielfältigen Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen deines Partners/ deiner Partnerin umgehen kannst?

Auf die Frage gibt es keine einfache Antwort. Diese hängt sehr davon ab, welche emotionalen Ressourcen du selbst hast und wie stabil du dich im Leben verankert fühlst. Suchst du selbst eher Schutz und Halt in einer Partnerschaft, wird dich eine solche Beziehung sicher häufiger verletzen und/ oder hilflos machen.

Vielleicht ist es zunächst hilfreich für dich, wenn du annehmen magst, dass du für eine derart eskalierende Paarsituation nicht alleine verantwortlich bist. Auch dein:e Partner:in trägt Verantwortung für ihre/ seine inneren emotionalen Zustände und äußeres Handeln. Und viel weitreichender noch: bereits in der Vergangenheit deiner Partnerin/ deines Partners haben andere Menschen – wichtige Bezugspersonen – Verantwortung getragen und möglicherweise nicht angemessen beantwortet.

Daran knüpft eine weitere Möglichkeit an für dich: Wenn du annehmen magst, dass du zu einem großen Teil nicht gemeint bist, wenn emotionale Angriffe, Beleidigungen oder auch verletzende Äußerungen dich treffen. In der Kindheit erfahrene emotionale Verletzungen hinterlassen deutliche Spuren und meist emotionale Muster, welche den jungen Menschen schützen und manchmal auch belastende Beziehungen erhalten helfen. Mit diesen Mustern bist du möglicherweise konfrontiert, doch sie beziehen sich auf vergangene Beziehungen, nicht auf eure aktuelle.

Und vielleicht magst du auch mit deiner Partnerin/ deinem Partner darüber sprechen. Wenn du oder ihr feststellt, dass ihr über eure verletzten Gefühlen nicht gut sprechen könnt oder es trotzdem weiter eskaliert, dann kann eine traumasensible Paarberatung hilfreich sein.

Ihr habt nun Lust, loszulegen? Gerne beantworte ich dir oder euch dazu in einem Erstgespräch oder einem Kennenlerngespräch weitere Fragen.

Warum du in deinen Ängsten und Unsicherheiten so oft bestätigt wirst

Eine kurze Geschichte. Ich wandere durch die Berge und komme immer mal wieder an Grundstücken vorbei, an denen ein Hund mich hinter einem Zaun oder einer Mauer wild anbellt. Jedes Mal packt mich kurz eine Angst, der Hund könnte doch irgendwie gleich zähnefletschend vor mir stehen. Und dann, ohne bellen oder Vorwarnung, steht da plötzlich ein Hund vor mir. Bellt nicht, knurrt nicht, steht nur da mitten auf meinem Weg.

Obwohl die Situation im Nachgang in Ruhe betrachtet ungefährlich Ist, habe ich dennoch große Angst. Warum? All diese von mir so wahrgenommenen wilden gefährlichen Hunde unterwegs haben meine Wahrnehmung stark eingeschränkt. Meine Bewertung der Situation bereits vorab festgelegt. Ich erwarte die gefährliche Situation. Mein Nervensystem hat darauf hin alles bereits vorbereitet.

Auf den Moment hin reagiert mein Körper. Ich spüre die „Gefahr“ unvermittelt körperlich. mir wird heiß, Stress ist hoch, meine Wahrnehmung ist getrübt, mein Denken setzt aus. Bloß weg von hier! Meine Angst folgt ohne Überprüfung meinen vorab bewerteten Erfahrungen des Tages. Mein autonomes Nervensystem „schützt“ mich: „Es ist nicht so wichtig, ob die Gefahr wirklich besteht. Es wäre dagegen gefährlich, eine Gefahr zu übersehen.“

Und damit kommt etwas hinzu, dass bisher noch nicht benannt ist. Mein Nervensystem ist sozusagen bereits vor langer Zeit „programmiert“ worden. Und richtig, ich erinnere mich an schlimme Erfahrungen mit einem Hund in der Familie aus Kindertagen. Ein Hund bedeutet „Gefahr“ hat mein Körper damals gelernt. Belastende oder traumatische Erfahrungen können als Reaktionsmuster an bestimmte Gefühle gekoppelt werden.

Und nun zur Ausgangsfrage warum deine Ängste und Unsicherheiten so oft bestätigt werden. Es sind deine Erwartungen, geprägt durch deine Erfahrungen, welche deine Wahrnehmungen lenken können. Hast du viele biographische Erfahrungen von Angst und Unsicherheit erlebt, wirst du unbewusst nach weiteren Erfahrungen dieser Art suchen.

Und genau hier liegt auch deine Möglichkeit, daran etwas zu ändern. Du kannst ganz bewusst damit beginnen, deinen Fokus auf schöne und positive Erfahrungen zu lenken. Das braucht Übung und ist ein Prozess.

Du hast Lust darauf, dies auszuprobieren? Nur zu! Gerne informiere ich dich mehr dazu in einem persönlichen Erstkontakt oder Kennenlerngespräch.

Wie ihr wieder Vertrauen zueinander gewinnt

Da sind vielleicht kleine Heimlichkeiten, etwas wird verschwiegen, vielleicht auch gelogen. Oder es gibt bereits eine Affäre oder Aussenbeziehung. Euer Vertrauen zueinander ist belastet oder vielleicht auch bereits nachhaltig beschädigt.

Und doch habt ihr das Gefühl, es gibt noch etwas, dass euch beieinander hält. Ihr seid auf der Suche nach neuem Vertrauen zueinander. Und vielleicht ist es schön für euch zu hören: Vertrauen kann zwar verloren gehen, es kann jedoch ebenso wieder neu zwischen euch wachsen!

Ihr könnt neues Vertrauen gewinnen, weil ihr tief in euch die Fähigkeit zum Vertrauen habt. Wir sind bildungsfähige Wesen, weil wir aufeinander angewiesen sind. Wir erfahren und lernen zu vertrauen bereits sehr früh in unserem Leben von unseren ersten Bezugspersonen: „Du bist für mich da, ich bin geschützt und ich kann mich auf dich verlassen.“

Wenn wir in unserer frühen Kindheit feinfühlig und achtsam begleitet werden, kann sich unsere Fähigkeit zu vertrauen entwickeln. Wir lernen, dass wir anderen vertrauen können und wie andere uns vertrauen schenken mögen. Wenn wir nicht so feinfühlig begleitet wurden, kann diese natürliche Entwicklung beschädigt oder eingeschränkt werden. Du bleibst jedoch in jedem Fall ein wunderbarer und bindungsfähiger Mensch!

Es kommt also darauf an, dass ihr den Blick wendet, weg von der Idee, der andere muss meines Vertrauens „würdig“ sein. Hin zu der Frage, wie kann ich wieder ein Vertrauen in mir selbst finden? Wo ist meine natürliche Fähigkeit zu vertrauen beschädigt oder noch nicht gut entwickelt?

In einer bindungsbasierten Beratung könnt ihr als Paar oder auch als Einzelperson eure Fähigkeit zu vertrauen entwickeln und stärken. Erfahrt, wie ihr euch selbst und anderen Vertrauen schenkt und wie andere euch gerne ihr Vertrauen schenken mögen. Lernt auf der Grundlage eurer Bindungsfähigkeit wieder Vertrauen zueinander zu gewinnen.

Ihr habt Lust darauf, dies auszuprobieren? Nur zu! Gerne informiere ich euch mehr dazu in einem persönlichen Erstkontakt oder Kennenlerngespräch.