Was macht eine bindungsbasierte Paartherapie aus?

Wir lernen bereits sehr früh in unserem Leben, wie wir in Beziehung sein können. Bereits im Uterus beginnt unsere Bindungsbiographie. Und sie setzt sich ein Leben lang fort. Unsere ersten Monate und dann Jahre der Kindheit und Jugend über lernen wir, wie wir durch Beziehung zu anderen Menschen unsere Bedürfnisse realisieren und überleben. Ja, wirklich, überleben. Dafür ist Bindung in erster Linie Teil unseres evolutionären Erbes.

Unser Bindungssystem ist angeboren und unterstützt uns dabei weitgehend autonom. Es meldet sich immer dann, wenn wir in Unsicherheit geraten und Unterstützung benötigen. Das, was wir lernen, ist, mit den von unseren Bezugspersonen angebotenen Bindungsqualitäten umzugehen. Daraus entwickeln sich in uns bestimmte Bindungsrepräsentationen. Diese bestimmen unsere inneren Muster, Überzeugungen und Erwartungen über Beziehung. Und zwar so lange, bis wir diese durch bewusstes Handeln verändern.

Bindungsbasierte Paartherapie unterstützt euch dabei, die unbewussten und verdeckten Quellen eurer konflikthaften Beziehungsmuster zu entdecken und dann zu verändern. Dies geht nicht über Nacht, sondern ist ein Prozess, in dem ihr euch und eure Partnerperson auf eine tiefgreifende Art neu kennen lernt. In einer bindungsbasierten Paartherapie unterstütze ich euch darin, dass ihr diesen Veränderungsprozess beginnen könnt.

Gemeinsam mit mir entdeckt ihr eure jeweilige Bindungsbiographie und erkennt, welche Stärken und Ressourcen ihr dort erworben habt und auch, welche Schwierigkeiten und Konflikte dort begründet sind. Letztere sind nun Möglichkeiten, bewusst in Entwicklung zu gehen und neue Beziehungsmöglichkeiten zu erlernen. Ich begleite euch darin, wie ihr das gemeinsam tun könnt. Dies ist manchmal anstrengend und manchmal auch schmerzhaft. Trauer gehört dazu genauso wie die Freude, etwas wundervolles Neues kennen zu lernen. Ihr bleibt nur so lange in Beratung, wie ihr es braucht und bis ihr euch sicher fühlt, weitere Schritte alleine gehen zu können.

Euch spricht das an und ihr habt nun Lust, bindungsbasierte Paartherapie kennen zu lernen oder mehr zu erfahren? Gerne berate ich euch dazu in einem Kennenlernen-Termin online oder in einem Erstgespräch online oder vor Ort in meiner Praxis.

Wie ihr verhindert, dass kleine Konflikte eskalieren

Vielleicht kennst du das: Eigentlich ist es doch nur eine Kleinigkeit: Etwas musste erledigt werden, eingekauft, abgewaschen, aufgeräumt oder ein Termin eingehalten werden. Es ist aber dann vielleicht vergessen, versäumt, aufgeschoben, nicht gemacht. Eigentlich wäre es schnell noch erledigt, ein neuer Termin gefunden. Eigentlich …

Wenn Streits über Kleinigkeiten eskalieren, ist das ein Hinweis darauf, dass es möglicherweise um etwas ganz anderes geht, als die Kleinigkeiten, die zu erledigen waren oder den konkreten Termin, der versäumt wurde. Du kannst dich also auch fragen: Worum geht es denn in unserem Streit?

Häufig geht es um verletzte Gefühle. Ich fühle mich nicht beachtet, nicht gesehen, nicht wertgeschätzt, nicht ernst genommen, vielleicht ausgenutzt. Wenn du den Eindruck hast, dass dies zutrifft, dann kannst du logischerweise im Streit keine Lösung auf der Sachebene finden. Der Einkauf, das Geschirr, der Termin – darum geht es ja gar nicht. Es geht um deine, um eure verletzten Gefühle.

Was du tun kannst ist, dass du zunächst mit dir selbst, aber auch anschließend mit deiner Partnerperson zu klären versuchst, um welche verletzten Gefühle es in eurem Streit geht. Oft weißt du es nicht auf den ersten Blick und es braucht schon ein wenig Übung dazu. Hast du jedoch einmal erfolgreich die Perspektive wechseln können, kannst du häufig dem Streit seine „überschüssige“ Energie nehmen.

Wenn Konflikte über Kleinigkeiten häufig eskalieren, kann das bedeuten, dass es zudem nicht um aktuelle Gefühle geht, sondern um möglicherweise biographisch erworbene Verletzungen. Du kannst dies selbst einmal überprüfen: Aktuelle Gefühle beziehen sich auf die derzeitige Situation, sie sind in der Regel gut regulierbar und auch für andere nachvollziehbar. Weil Gefühle aufgrund biographisch erworbener Verletzungen sich auf die Vergangenheit beziehen, sind sie meist für andere unverständlich und in der Situation oft unangemessen.

Wenn du oder ihr feststellt, dass ihr über eure verletzten Gefühlen nicht gut sprechen könnt oder es trotzdem weiter eskaliert, dann kann eine Einzelberatung oder Paarberatung hilfreich sein. Hast du den Eindruck, es geht auch um biographisch erworbene Verletzungen oder gar ein Trauma, dann ist eine traumsensible Beratung oder Paarberatung sinnvoll. Gerne beantworte ich dir oder euch dazu in einem Erstgespräch oder einem Kennenlern-Termin weitere Fragen.

Wenn Konflikte immer wieder eskalieren

In einer stabilen Paarbeziehung gehören Konflikte einfach dazu. Nach dem „Honeymoon“ der gemeinsamen Verliebtheit handelt ihr Bedürfnisse und Grenzen in eurer Beziehung aus. Wer ist für was verantwortlich, wann für wen da, wie oft und überhaupt: wie wollen wir unser gemeinsames Leben gestalten? Das ist oft gar nicht so einfach, kostet Nerven, Gespräche und Zeit. Doch es lohnt sich meist, denn dadurch lernt ihr euch in euren wechselseitigen Bedürfnissen, Erwartungen, Wünschen und Möglichkeiten kennen. Ihr seid schließlich neugierig aufeinander und teilt eure Erfahrungen.

Doch was ist, wenn ihr so gar nicht dorthin gelangt? Wenn ihr vielmehr ständig im Konflikt bleibt und schlimmer noch – wenn die Meinungsverschiedenheiten zu heftigen Streits werden und immer mehr eskalieren? Wenn ihr euch nur noch anschreit und emotional verletzt? Was könnt ihr tun, wenn Konflikte immer wieder eskalieren?

Zunächst einmal könnt ihr versuchen zu erkennen, dass ihr in eurem Streit in einen Kreislauf geratet von Verletzung und Schutz. Jeder Mensch hat emotionale Verletzungen in seinem Leben erfahren, die als „Schmerzpunkte“ jeweils sorgsam beschützt werden. Nicht selten berühren wir mit unsere Schutzstrategien die Schmerzpunkte unserer Partner. Es entsteht ein „Verletzlichkeits-Zirkel“, in dem ihr euch gegenseitig in euren emotionalen Schmerzpunkten trefft – und das tragischerweise genau mit der Strategie, mit der ihr euch schützt.

Die Chance besteht nun darin, genau dies zu erkennen und aus dem Zirkel auszusteigen: „Was da wie ein Angriff von dir auf mich zukommt, ist lediglich dein Wunsch nach Schutz.“ Und mehr noch: „Ich bin gar nicht gemeint damit, denn der Schmerz kommt aus lange vergangenen Tagen, meinen und auch deinen.“ Gemeinsam könnt ihr euch so in euren Schmerzpunkten verstehen lernen und erkennen, wie ihr euch gemeinsam vor neuen Verletzungen schützen könnt.

Oft handelt es sich bei den Schmerzpunkten und den Schutzstrategien um biographisch erworbene stabile Muster und es fällt euch schwer, diese zu verändern. Dann kann eine Paartherapie oder auch eine Einzelberatung hilfreich sein. Gerne beantworte ich dir oder euch dazu in einem Erstgespräch oder einem Kennenlerntermin weitere Fragen.

Wie du mit deiner Eifersucht besser umgehen lernst

Liebe und Beziehung beruhen auf Vertrauen und Wohlwollen. Wenn du deiner Partnerperson misstraust oder sie gar kontrollieren willst, dann leidet eure Partnerschaft meist darunter. Du fragst vielleicht häufig nach, äußerst möglicherweise einen Verdacht. Du möchtest ein bedrängendes Gefühl beruhigen, dass wir meist als Eifersucht bezeichnen: die Angst, deine Partnerperson könnte sich von dir abwenden.

Meist merkst du, dass deine Wünsche nach Kontrolle und Überprüfung dich nicht beruhigen, sondern genau das Gegenteil bewirken. Deine Partnerperson reagiert gestresst, genervt und – welche Tragik – wendet sich möglicherweise wirklich von dir ab. Was also kannst du tun, um besser mit deiner Eifersucht umgehen zu können?

Zunächst einmal kannst du lernen zu verstehen, dass deine Gefühle nicht durch deine Partnerperson verursacht werden, sondern in deinem eigenen Erleben und deiner persönlichen Lebenserfahrung begründet sind. Angst, den geliebten Menschen zu verlieren, wieder enttäuscht zu werden, das Gefühl, nicht wert zu sein, geliebt zu werden und viele weitere Gefühle hast du nämlich in deiner Biographie erlernt. Und die gute Nachricht ist: du kannst diese Gefühle auch wieder verlernen. Oder besser gesagt: du kannst andere Formen des Umgangs mit deinen Gefühlen erlernen.

Du kannst lernen, deine Gefühle zu akzeptieren, als das was sie sind: ein wertvoller Teil von dir als Person. Du bist liebenswert mit allen Gefühlen. Schrittweise kannst du dann neue Erfahrungen zulassen und andere Gefühle kennen lernen. Deine Eifersucht wird weniger Raum in deiner Gefühlswelt einnehmen, je mehr angenehme Gefühle du mit Liebe und Beziehung verbindest.

Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann kannst du dich gerne bei mir melden. In einem persönlichen Kennenlerntermin oder einem Erstgespräch, entweder in meinen Praxisräumen oder per Videocall beantworte ich dir oder auch euch gemeinsam gerne weitere Fragen.

Weshalb du (noch) nicht sagen kannst, warum …

Vielleicht kennst du das: du hast etwas getan oder gesagt, dass du im Grunde nicht willst, ja, vielleicht sogar selbst ablehnst. Vielleicht hast du deine:n Partner:in angeschrien oder beleidigt. Vielleicht hast du deine:n Partner:in angelogen oder etwas verheimlicht. Vielleicht hast du dich zurückgezogen und deine:n Partner:in mit dem Abbruch eurer Beziehung gedroht, still oder mit Worten. Oder vielleicht etwas anderes.

Wenn du darauf aufmerksam gemacht wirst, dann fällt es dir möglicherweise nicht leicht, dies anzuerkennen. Du bist selbst vielleicht überrascht oder irritiert oder auch ärgerlich oder du schämst dich. DAS soll ich gemacht haben? Und dann mag vielleicht die Frage auftauchen: Warum? Ich liebe meine:n Partner:in doch und möchte eine liebevolle Beziehung und dann DAS? Du kannst es nicht sagen. Das macht es schwer für dich, für deine:n Partner:in und für euch zwei.

Weshalb ist das so? Dein Verhalten und deine Worte folgen meist deinen Beziehungsmustern, die du in deiner Kindheit erlernt hast. Dort haben sie dir geholfen, Beziehungen aufrecht zu erhalten zu deinen Bindungspersonen, die dich versorgt haben. DAS waren also einmal sehr wertvolle Fähigkeiten und Ressourcen für dich und möglicherweise sogar für dein Wohlergehen oder gar dein Überleben. Du warst in hohem Maße abhängig von deinen Bindungspersonen und hast keine Möglichkeit gehabt, die angebotenen Beziehungsformen nicht anzunehmen.

Vielleicht wurdest du angeschrien oder beschämt. Vielleicht hast du erfahren, dass deine Bindungspersonen dir nicht die Wahrheit sagen oder deine Wahrnehmungen als unzutreffend ablehnen. Vielleicht bist du mit Kontaktabbruch bestraft worden, wenn du die Erwartungen deiner Bindungspersonen nicht erfüllt hast. Und vielleicht gab es andere belastende Bindungserfahrungen. Alle diese Erfahrungen haben sich tief in deinen Körper und dein Nervensystem eingeschrieben. Sie sind sozusagen nicht von dir zu unterscheiden. Und sie sind sämtlich meist dir nicht bewusst.

Das deine Bindungsmuster so mit dir verbunden sind und dir nicht bewusst, hat einmal eine sehr wichtige Funktion gehabt. Sie haben dein Verhalten und deine Worte ohne den „störenden“ Einfluss des Nachdenkens bestimmt und damit deine Beziehungen aufrecht erhalten. Dafür war es einmal wichtig, dass du nicht fragst: warum? Überleben ist wichtiger gewesen als das „gute“ Leben.

Nun die gute Nachricht: du kannst als erwachsener Mensch lernen, deine Bindungsmuster zu erkennen, deine Verletzungen und Trigger wahrzunehmen und dich bewusst anders zu entscheiden. Vielleicht für eine liebevolle Beziehung zu deiner:m aktuellen Partner:in.

Wenn du nun Interesse und Lust hast mehr zu erfahren, wie du deine Bindungsmuster erkennen und damit deine Beziehungen bewusst verändern kannst, informiere ich dich in einem Kennenlerntermin online oder frage ein Erstgespräch an. Ich freue mich auf dich!

Mit Achtsamkeit zu mehr guten Gesprächen finden

Ihr möchtet weniger Streit und Konflikte und wieder mehr gute Gespräche haben? Auch konflikthafte Themen mit einem guten Gefühl von Verbundenheit besprechen? Vielleicht erscheint es euch derzeit fast unmöglich oder zu schön um wahr zu sein: Es ist möglich!

In vielen Beratungen habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass Schwierigkeiten in der Kommunikation von Paaren gemeinsam überwunden werden können. Eine Möglichkeit dahin zu gelangen, ist eine regelmässige Praxis von Achtsamkeit in der Paarbeziehung. Wie genau kann dies aussehen?

Schritt eins: Bewusstsein. Werdet euch eurer Bedürfnisse, Erwartungen und Motive in der Paarbeziehung bewusst und teilt dieses Wissen miteinander. Viel zu oft folgen wir unbewussten biographisch erworbenen Mustern in Beziehungen. Sich bewusst darüber zu werden, wie wir uns aufgrund dieser Muster in Beziehungen verhalten, kann sehr hilfreich sein. Wenn wir dieses Wissen teilen, können wir verstanden werden.

Schritt 2: Akzeptanz. Ihr seid die Menschen, die ihr seid, mit den Beziehungsmustern, die ihr biographisch erworben habt. Nicht super perfekt, nicht abgrundtief schlecht. Eher so mittelgut. Das ist in Ordnung. Manchmal sagen oder tun wir etwas ganz Großartiges. Manchmal auch etwas möglicherweise sehr Schlechtes oder Verletzendes. Wenn wir uns akzeptieren, wie wir sind, können wir uns ohne Angst zeigen und von anderen akzeptiert werden.

Schritt drei: Wohlwollen. Wenn ihr Bewusstsein vergrößert und Akzeptanz übt für das, was ihr seid, dann dürft ihr mit Wohlwollen auf euch und eure Möglichkeiten schauen. Wohlwollen bedeutet, dass ihr immer davon ausgeht, dass ihr selbst und auch andere im Grunde immer etwas Gutes wollen. Dann entsteht Raum für Verzeihen und Veränderung.

Ihr habt nun Lust darauf, mehr zu erfahren und diese Schritte auszuprobieren? Nur zu! Gerne informiere ich euch mehr dazu in einem persönlichen Erstkontakt oder Kennenlerngespräch.

Wie sich ein Trauma auf deine aktuelle Paarbeziehung auswirken kann

In vielen konflikthaften Paarbeziehungen sind belastende Erfahrungen der Partner in der Kindheit oder seelische Traumata eines Partners oder gar beider, Auslöser für immer wieder neue Schwierigkeiten und Krisen. Vielleicht ist es bei dir oder euch auch so, ihr kommt aus im Grunde geringem Anlass in starke oder sogar eskalierende Konflikte.

Die erlittenen seelischen Verletzungen können dafür verantwortlich sein, dass im aktuellen Beziehungsgeschehen in euch bestimmte Gefühle und Verhaltensweisen ausgelöst werden. Diese Traumafolgen sind meist unbewusst und können daher nicht von euch kontrolliert werden.

Dies betrifft zunächst einmal deine Wahrnehmung. Du fühlst dich überwältigt von negativen Gefühlen. du bewertest Verhalten und Worte deines Partners/ deiner Partnerin deshalb oft als Abwertung, Vorwurf oder sogar als Angriff und Gefahr. Du fühlst dich dann unverstanden und allein gelassen in der Paarbeziehung, abgelehnt und zurück gewiesen, nicht gesehen in deinen Bedürfnissen und Schwierigkeiten.

Nicht selten haben du und dein:e Partner:in jeweils ähnliche Gefühle, ihr könnt darüber aber nicht mehr in Ruhe sprechen. Wahrscheinlich machst du deine Partnerin/ deinen Partner sogar dafür verantwortlich oder du wirst verantwortlich gemacht. Ein Zirkel von Vorwürfen entsteht.

Und damit betreffen traumatische Belastungen zusätzlich dein und euer Verhalten. Statt auf die momentanen Konfliktpunkte reagiert euer Nervensystem autonom und ohne bewusste Überlegung mit eurem jeweiligen persönlichen Bewältigungsmuster. Du wirst zum Beispiel laut, aggressiv, einseitig, angreifend oder auch stumm, unterwürfig, versuchst auch unangenehme Erwartungen zu erfüllen, bist abwehrend.

Und um das Desaster komplett zu machen, führen eure jeweiligen Bewältigungsmuster wechselseitig in einen selbst verstärkenden Zirkel von Reaktion und Reaktion. Ein Muster ohne Ausgang für euch entsteht.

Dir kommt das bekannt vor und du fühlst manchmal ähnlich? Dann kann eine traumsensible Paartherapie dir und deinem:r Partner:in helfen, dass ihr für euch einen guten Umgang damit findet und euch langfristig besser fühlt. Gerne berate ich dich oder euch dazu in einem Erstgespräch oder vereinbare einfach ein kostenfreies Kennenlerngespräch mit mir.

Wie ihr wieder mehr emotionale Nähe und Verbundenheit in eure Beziehung bringt

Es begegnet mir häufig in der Praxis. Paare erzählen mir, dass sie schon einige Jahre zusammen leben, vielleicht haben sie auch Kinder, sind ein gutes Team, der Alltag gelingt soweit. Doch etwas fehlt und es kommt immer öfter zu stillen oder auch lauten Konflikten.

Das was fehlt wird oft als emotionale Nähe oder Verbundenheit beschrieben. Es besteht eine große Sehnsucht danach, emotional gehalten und verstanden zu werden, wahrgenommen zu werden, geliebt und wertgeschätzt so, wie ich bin.

Es klingt vielleicht auf den ersten Blick widersprüchlich, doch was euch vielleicht fehlt, sind ehrliche und aufrichtige Konflikte. Ihr habt gelernt, euch „zu verstehen“, reagiert „blind“ auf die nicht sprachlichen Signale der Partnerin/ des Partners. So werden konkurrierende Bedürfnisse und Wünsche verschoben. In eine unbestimmte Zukunft oder auch in eine (manchmal geheime) Parallelwelt.

Denn ihr habt gelernt, in der Kindheit und in vielfachen romantischen Variationen: eine „gute“ Beziehung ist harmonisch und voller glücklicher und leichter Erfahrungen. Und dabei verliert ihr das, um das es euch geht: emotionale Verbundenheit und wirkliche Nähe.

Wenn ihr euch hingegen in euren Bedürfnissen und Wünschen achtsam einander zeigt, entsteht ein gemeinsamer Raum, in dem Nähe und Begegnung möglich ist. Beginnt damit, euch wechselseitig wirklich zu sehen. Die Wahrnehmung und Anerkennung des Bedürfnisses der Partnerin/ des Partners ist ein tief verwurzelter menschlicher Wunsch.

Beginne also damit, die Bedürfnisse deiner Partnerin/ deines Partners wahrzunehmen. Du bist nicht dazu da, sie zu erfüllen. Das ist dein eigener innerer Konflikt. Lasse den Wunsch danach los und du kannst Nähe zulassen.

Du möchtest mehr darüber erfahren? Ihr habt vielleicht Lust dies gemeinsam auszuprobieren? Gerne informiere ich euch dazu in einem Erstgespräch oder einem Kennenlerntermin. Ich freue mich auf eure Fragen!

Wie ihr euch wieder neu ineinander verlieben könnt

Es ist ein Thema für alle Paare, die eine längere Zeit bereits gemeinsam einander begleiten. Vielleicht auch für dich, wenn du den Titel dieses Artikels ausgewählt hast. Wie können wir unsere Liebe und unser Begehren über die Jahre und die Herausforderungen des Alltags hinweg erhalten?

Zunächst ist doch alles wundervoll. Ihr seid verliebt. Alles an der geliebten Person scheint perfekt. Eure Wünsche und Bedürfnisse werden euch von den Augen abgelesen, eure Äußerungen der Liebe werden begeistert angenommen. Dann nach einiger Zeit ist es, als lerntet ihr eine ganz andere Person kennen. Unterschiedlichkeiten und Konflikte tauchen auf. Wie kann das passieren?

Sind wir verliebt, kreisen unsere Gefühle und Gedanken viel zu sehr um die eigenen Bedürfnisse, als dass wir die geliebte Person wirklich wahrnehmen können. Du hast etwas, das ich begehre, das mich glücklich macht. Ich will es für immer haben! Ich habe etwas, das du gerne von mir nimmst und du möchtest immer mehr davon und ich fühle mich so wertgeschätzt dafür. So soll es für immer sein!

Erst nach etwas Zeit miteinander lernen wir uns wirklich kennen. Dann erst wird die geliebte Person zu einem vollständigen Menschen. Mit Eigenschaften , Anteilen, Stärken und Schwächen. Und auch mit Anteilen und Eigenschaften, die wir nicht mögen oder die uns sogar zu bedrohen scheinen. Und auch wir selbst bieten Anteile und Eigenschaften an, die nicht geliebt sondern vielleicht sogar abgelehnt werden.

Soweit der Stoff aus dem alle dramatischen oder auch romantischen Liebesgeschichten sind. Und wie kommt ihr da wieder heraus?

Die Antwort ist so einfach wie anspruchsvoll: Schließt die „ungeliebten“ Anteile und Eigenschaften nicht mehr aus eurer Liebe aus! Schließt sie in eure Herzen! Lernt zu lieben, was euch Angst macht, unsicher macht, ja, sogar, was euch verletzt. Seid sicher, dass ihr euch nicht zufällig begegnet seid. Sondern um euch weiter zu entwickeln!

Ihr könnt euch neu ineinander verlieben. Denn Liebe ist vor allem auch Neugier auf die geliebte Person. Lust auf Neues, auf Unbekanntes. Du erlebst dich selbst auf neue Art und Weise, wenn du zulässt, dass du ein ganzer Mensch bist, mit allem Schönen und auch Dunklen , was menschlich ist. Und du als ein solcher geliebt wirst. Und so geht es deiner Partnerin oder deinem Partner.

Ihr habt nun Lust dazu und keine Ahnung wie das gehen soll? Wie aus Frustration und Krise Entwicklung werden darf? Dann ist vielleicht eine Paarberatung der richtige Ort für euch, dies zu erfahren. Gerne informiere ich euch in einem persönlichen Gespräch darüber. Bucht einfach einen Kennenlerntermin oder Ersttermin bei mir.

Warum du mit dir selbst freundlicher sein darfst

Hast Du dich heute bereits gefragt, wofür du diesem Tag dankbar bist oder was du vielleicht Gutes erreicht hast? Möglicherweise geht es dir wie vielen meiner Klienten und du hast es nicht getan. Statt dessen hast du vielleicht darüber nachgedacht, was den Tag über schief gegangen ist oder wo du Fehler gemacht hast. Wo du anderen Schwierigkeiten gemacht hast oder Konflikte verursacht.

Und dabei hast du dir bestimmt immer wieder vorgenommen, in deinen Beziehungen zu anderen Menschen freundlich und achtsam zu sein. Und dann ist es dir doch passiert, dass du deiner Partnerin gestresst viel zu kurz geantwortet hast oder deinen Kollegen ärgerlich abgewiesen hast oder im Verkehr über den „langsam“ Vorausfahrenden geschimpft hast oder auf andere Weise unfreundlich und unachtsam warst.

Denke doch hier und jetzt einmal darüber nach, wie freundlich und achtsam du zu dir selbst bist. Möglicherweise „vergisst“ du jeden Tag eine sehr wichtige Person in deinem Leben. Und dabei verbringst du so viel Zeit mit dir, nämlich 24/7. Wie gestresst bist du wohlmöglich allein durch deine fehlende Freundlichkeit mit dir selbst? Und wie wirkt sich dieses Gestresst sein auf deine Stimmung, dein Verhalten aus?

Angenommen, du könntest zu dir sagen: „Ich bin ein Mensch. Ich bemühe mich jeden Tag um Freundlichkeit. Ich mache es mittelgut. Und ich fange bei mir selbst an. Und meine Freundlichkeit mit mir selbst darf sich auf die Menschen in meiner Umgebung ausbreiten. Und ich bin dankbar für diese Möglichkeit.“ Was könnte sich verändern?

In meinen Coachings und Paarberatungen geht es oft auch darum, dass du lernst, zu dir selbst freundlich zu sein. Eine innere emotionale Arbeit, die sich für dich und für deine Paarbeziehung lohnt. Gerne beantworte ich dir oder auch euch Fragen dazu in einem Kennenlerngespräch oder in einem Erstgespräch.